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Das Leben und die Geschichte der Maya
Mexiko, Costa Rica, Guatemala und Belize sind keine wilden Länder. Der Besucher, der sich dorthin begiebt, um Volk, Ruinen und die Pflanzen- und Tierwelt, - oder was sonst der Forscherdrang sucht, zu erkunden,
wird eine grosse Fülle von Wissensschätzen mit nach Haus nehmen. Die alten Maya waren ein hochentwickeltes Volk, dessen Geschichte durch Übersetzung seiner komplizierten Hieroglyphentexte teilweise enthüllt wurde und wird.
Seit der spanischen Eroberung im frühen 16. Jahrhundert sind die Maya dem physischen und kulturellen Druck der europäischen und europäisierten Bevölkerung dieser Länder ausgesetzt gewesen, worauf sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise reagiert haben - manchmal, wie die «primitiven» Lacandonen im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, durch Flucht in den dichten Urwald.
Aber selbst der Urwald wird in schwindelerregendem Tempo durch den Fortschritt zugrunde gerichtet. Planierraupen, neue Straßen, Hotels, Eigentumswohnungen und dergleichen verändern die alte Lebensweise der Maya in einem Maße, wie es noch vor einem halben Jahrhundert nicht vorauszusehen war.

Da die Zahl der Maya-Indianer von den heutigen Staaten systematisch geringer angegeben wird, weiß niemand genau, wie hoch sie in Wirklichkeit ist. Aber es gibt mindestens vier Millionen im südöstlichen Mexiko, in Guatemala, Belize und Honduras.
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